Ein Review der aktuellen Studienlage zum Thema „Overfeeding“ – von Dr. Christian Roth
Athleten, welche den Muskelmasseanteil ihres Körpers erhöhen wollen, sollten neben einem adäquaten Krafttraining eine bedarfsgerechte, sportspezifische Ernährung verfolgen. Doch wie sieht diese in optimaler Weise aus? Hierbei ist die Rolle des Proteins im Muskelaufbauprozess grundsätzlich weniger umstritten (Morton et al. 2018). Schwieriger scheint es jedoch um die Kohlenhydrat-Fett-Ratio zu stehen.
Dem Vorbild von Arnold Schwarzenegger („Golden Era“) nacheifernd oder spätestens nach der YouTube-Fitness-Welle – Krafttraining im Sinne eines Fitnesssports erfreut sich heutzutage globaler Beliebtheit (Hottenrott and Neumann 2010). Die Gründe zur Ausübung unterscheiden sich gleichermaßen wie die Formen und die Intensität der Umsetzung: a) zur Maximierung von Muskelmasse, b) aus rein ästhetischen Gründen, c) zur Verbesserung der athletischen Performance und/oder d) aus gesundheitlichen Gründen, beispielsweise zur Bekämpfung von Sarkopenie (Eibich et al. 2016). Auch wenn augenscheinlich völlig unterschiedliche Gruppen den Fitnesssport für sich beanspruchen, so verfolgen allesamt das gleiche Ziel: Muskelmasse (FFM) zulegen und gleichermaßen wenig Fett (FM) ansetzen.
Beschränkt man vorliegenden Artikel, wie Frank Taeger sagen würde, auf den Ästheten, so stehen primär morphologische Veränderungen im Vordergrund. Solche werden wiederum, zumindest aus Hypertrophieperspektive, durch einen Kalorienüberschuss und genügend Protein bedingt. Doch wie sieht es bezüglich der Minimierung der Fettzunahme aus?


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